Im Olivenhain

Kalimera! Heute geht es noch mal ab in den Olivenhain, denn es warten noch viele Oliven darauf, gepflückt zu werden. Der gestrige Erntetag war voller bleibender Eindrücke – nicht nur schöne Erinnerungen bleiben, sondern im Moment spür ich auch körperlich, dass wir gestern vollen Einsatz gezeigt haben 🙂

Nachdem der Hain in den letzten Tagen für die Ernte vorbereitet wurde, konnte gleich in der Früh damit begonnen werden, die grünen Früchte vom Baum zu holen. Anfangs habe ich nur beobachtet, bis ich verstand, wie das Team arbeitete – nach kurzer Zeit hab ich dann gesehen, wo ich helfen kann – oder zumindest wo ich nicht allzu viel im Weg stehe… 😉 Ein bisschen Anerkennung konnte ich mir schließlich aber doch erarbeiten („she works!“) und auch den Test des Olivenhainbesitzers Mister Manulakis hab ich bestanden 🙂

Da die Oliven grün, also unreif, geerntet werden, fallen sie nicht von selbst vom Baum. Nachgeholfen wird mit Werkzeug, das wie ein Kamm oder ein Rechen funktioniert und die Früchte von den Ästen streift. Das ist gar nicht so einfach und braucht Übung. Eine Maschine mit Gummifingern, die die Früchte von abgeschnittenen Ästen streichen, hilft da sehr. Das Gerät zu bedienen macht echt Spaß, weil man zusehen kann, wie sich die Kisten füllen. Zügig ging es Baum für Baum voran und nach ein paar Stunden waren alle Kisten bis oben gefüllt.

Mit dem Tageswerk ging es am späten Nachmittag ab in die Presse. Das abendliche geschäftige Treiben in der Olivenpresse hat mich beeindruckt und es ist wirklich aufregend, wenn die Oliven aufs Förderband kommen und man den Weg durch die Anlage mitverfolgen kann. Jetzt geht’s gleich wieder weiter, deshalb müssen wir auch aufbrechen – die Erntecrew ist sicher schon am Arbeiten…