Quartalsumfrage: Teilen oder lieber alles für sich?

So denkt die Sensorikum Fokusgruppe

Unsere Quartalsfrage im Herbst lautete:
„Teilen Sie gerne Speisen, z. B. Tapas, Vorspeisenplatten oder Mezzes?“

Was für manche ein Genussmoment ist, ruft bei anderen gemischte Gefühle hervor. In unserer Community wurde lebhaft geantwortet – mit klarer Tendenz, aber auch vielen spannenden Nuancen.

Die Ergebnisse im Überblick

  • Ja, unbedingt: ca 60 % der Stimmen
  • Nur mit ausgewählten Personen: ca 40 % der Stimmen
  • Nein, ich bestelle lieber für mich allein: 0 Stimmen 😮

Fazit: Unsere Leser*innen sind offen für das Teilen – zumindest unter bestimmten Bedingungen. Niemand hat explizit ausgeschlossen, jemals Speisen zu teilen. Aber: Vertrauen, Hygiene und Fairness spielen dabei eine zentrale Rolle.


Warum teilen? Diese Gründe wurden genannt:

Viele lieben das Teilen, weil es Vielfalt bringt. Typische Aussagen:

  • „Mehr probieren, ohne gleich Massen zu essen“
  • „Ich kann mich nie entscheiden – so bekomme ich mehrere Gerichte“
  • „Das macht das Essen geselliger und man kann sich besser austauschen“

Einige nannten auch praktische oder sensorische Gründe:

  • „Für das Geschmackstraining ist das super“
  • „Gerichte vergleichen, Aromen diskutieren, Vielfalt erleben“

In vertrauten Gruppen ist sogar Kreativität dabei:
Pizza-Pasta-Roulette – alle bestellen etwas anderes, alles wird einmal im Kreis herumgereicht.


Und warum nicht?

Aber nicht alle teilen bedingungslos. Einige Hürden wurden offen angesprochen:

  • Hygiene: „Fieberblase“, „unhygienisch“
  • Futterneid: „Ich esse langsamer und gehe leer aus“
  • Gier & Höflichkeit: „Was, wenn ich nicht bekomme, was ich will?“
  • Fairness: „Nur wenn sich die andere Person auch an 50/50 hält“
  • Vertrautheit: „Teilen passt nicht, wenn man sich nicht gut kennt“

Teilen ist also nicht nur Geschmackssache, sondern auch Beziehungsfrage.


Unser Fazit

Das gemeinsame Kosten macht Essen zum Erlebnis. Es kann verbinden, inspirieren und Gespräche anregen.

Aber es braucht auch Vertrauen, Kommunikation und Rücksicht. Denn nur wenn sich alle wohlfühlen, wird aus Teilen wirklich Genuss.


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