Einmal pro Quartal stelle ich eine Frage rund um Sensorik und Genuss. Diesmal wollte ich wissen:
Welches Lebensmittel haben Sie zuletzt neu entdeckt? Oder welchen Geschmack haben Sie zum ersten Mal bewusst geschmeckt?
Die Antworten haben mich überrascht. Hier sind die Highlights:
Die Entdeckungen — von exotisch bis vertraut
Was sofort auffällt: die Bandbreite ist enorm. Von Zutaten aus Japan bis zur heimischen Walderdbeere, von fermentiertem Gemüse bis zum selbstgebackenen Brot.
Tamarillo — die Baumtomate. Tomatig, säuerlich, bitter — und trotzdem eine Frucht. Wer sie noch nicht kennt: unbedingt ausprobieren.
Ube — die violette Yamswurzel aus den Philippinen — zusammen mit Kürbiskernmus als Entdeckung. Zwei völlig verschiedene Texturen und Aromen, beide spannend.
Frittierte Kapern. Das klingt einfach, ist aber sensorisch überraschend — die Hitze verändert die Textur komplett und macht aus dem salzigen Biss etwas Knuspriges.
Eingelegte Bambussprossen aus Japan. Säuerlich, holzig, leicht nussig — ein Sauergemüse, das nichts mit europäischen Einlegeprodukten zu tun hat.
Alpen-Milchlattich — Radic di Mont, wie Hollerblüten herausgebacken, auf einem Kräuterfest in Friaul. Ein Erlebnis, das zeigt: regionale Küche kann genauso überraschend sein wie exotische Zutaten.
Walderdbeeren! Mit Ausrufezeichen — völlig zu Recht. Wir sind mitten in der Saison.
Selbstgebackenes Épi — das französische Ährenbrot, gefüllt mit Honig-Senf-Mischung und Speck. Hier hat jemand nicht nur neu entdeckt, sondern gleich selbst gemacht.
Und dann noch eine ehrliche Antwort: Kimchi (gekauft) — zu sauer, leicht ranzig, konnte ich leider nicht essen. War sehr enttäuscht.
Das ist Sensorik im echten Leben. Nicht jede Entdeckung ist eine positive. Und das Benennen von Enttäuschungen ist genauso wertvoll wie das Schwärmen über Highlights.
Was mich an diesen Antworten fasziniert
Die Menschen, die auf meine Umfrage antworten, sind Genießer*innen, Neugierige Menschen die kochen, reisen, einkaufen — und dabei aufmerksam sind.
Genau das ist der Kern von Sensorik: die Aufmerksamkeit. Der Moment, in dem wir innehalten und denken: wie schmeckt das eigentlich?
Auch das Sensorikum Team selbst ist immer am Entdecken:
Und weil ich nicht nur frage, sondern auch selbst neugierig bleibe, hat mein Team mitgemacht. Herausgekommen ist eine bunte Mischung: Wasserkefir und die Rote Dattel (Jujube), dazu Spargel mitten in der Saison, getrocknete Tomaten mit ihrer konzentrierten Süße-Säure-Balance — und ein Crispy Knoblauchöl, das fast alles aufwertet, worauf es landet.
Nächste Umfrage kommt im August
Einmal pro Quartal, eine Frage — rund um Sensorik und Genuss. Wenn Sie beim nächsten Mal dabei sein möchten, melden Sie sich für den Sensorikum Wissensletter an.