Wie verändert sich die sensorische Wahrnehmung übers Leben?

Dass Menschen im Alter schlechter hören und sehen ist uns bekannt – aber wie sieht es mit riechen und schmecken aus?

Im Laufe des Alters verringern sich unsere Sinneszellen durch eine immer schlechtere Zellerneuerung. Außerdem werden sie weniger empfindlich. Die Funktion des zentralen Nervensystems nimmt ab – dadurch werden Gerüche schlechter und langsamer verarbeitet. Auch das Erinnerungsvermögen lässt nach. Spannend ist, dass die Sinne unabhängig voneinander altern und das Riechen meist stärker betroffen ist. Dadurch kann auch der Appetit nachlassen, denn das Essen schmeckt nicht mehr so wie früher. Der Geruchssinn ist übrigens ein Biomarker und verrät uns einiges über den Körperzustand und die Erneuerung unserer Stammzellen. Ein nachlassender Geruchssinn hängt mit einem höheren Sterberisiko zusammen. Außerdem gibt es eine enge Verbindung zu Krankheiten wie Depression, Alzheimer und Parkinson.

Unser Tipp: Verwenden Sie regelmäßig viele Kräuter und Gewürze, um den Appetit und Ihre Sinne anzuregen. Achtsames Genießen und bewusstes Benennen durch eine klare Sensoriksprache können Ihre Wahrnehmung langfristig verbessern!

 

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